Es ist offiziell: Forschungszentrum adé – 26. Flächennutzungsplan (FNP)-Änderung sang- und klanglos beerdigt. Neun Jahre Planungsarbeit für die Katz. Der Traum von einem 32-Hektar-Campus voller Windtunnel und Solarlabore östlich der B 168 ist geplatzt. Die Stadtverordneten haben am 27. Februar kurzerhand den Einleitungsbeschluss von 2016 kassiert. Hintergrund: Das Oberverwaltungsgericht hatte 2021 den regionalen Windplan zerlegt, und der neue Regionalplan möchte dort nun lieber einen gewaltigen Industrie-Vorsorgestandort ausweisen. Forschungszentrum und Schwerindustrie in einer Fläche – das geht eben nicht gleichzeitig.
Der alte Geltungsbereich umfasste stolze 44 Hektar, davon 32 Hektar reiner Pionierpark-Wald. Vllt. waren sogar eigene Windräder samt Meteorologiemast vorgesehen. Nun ist das offiziell Geschichte. In hübschen Grafiken versprach man sich damals bestimmt energetische Selbstversorgung. Jetzt ist der Wald wieder Wald – zumindest bis die GIV-Planung Fahrt aufnimmt.
Die amtliche Aufhebungsbekanntmachung vom 6. Juni sagt ganz trocken: Die Stadt passt sich den Zielen der Landesplanung an, Punkt. Wer sich echauffieren will, darf fristgerecht Einspruch einlegen, hat aber spätestens nach einem Jahr verloren.
Spannend wird, ob die Stadtverwaltung schon an einem neuen Bebauungsplan für Fabrik- und Logistikhallen strickt. Bis dahin bleibt die Brache vielleicht ein beliebtes Hunde-Auslauf-Paradies – noch.
Quelle, Amtsblatt Nr. 31 – 20.06.2025: http://www.fuerstenwalde-spree.de/seite/739570/amtsbl%C3%A4tter-detail.html?id=173
