Du hast einen Garten? Ja? Gärten fürs Leben – Hilf dem Igel!

#Fürstenwalde #Igel sind faszinierende Überlebenskünstler und längst nicht mehr überall selbstverständlich. In gepflegten Gärten, die aussehen wie Fußballfelder, finden sie kaum noch Nahrung und Unterschlupf. Darum ist es wichtig, gesunde von kranken Exemplaren zu unterscheiden und im Zweifel zu helfen.

—> Kranker Igel
– Körper deutlich eingefallen
– Ihr Stachelkleid wirkt viel zu groß
– Unsicherer, wankender Gang
– Apathisch, bewegt sich kaum, Reflexe schwach
– Offene Wunden oder kahle Stellen im Stachelkleid
– Deutliche Atemgeräusche, Husten oder Röcheln
– Unangenehmer Geruch und möglicher Hautpilz
– Augen oft schmal, schlitzförmig oder ganz geschlossen
– Starker Befall mit Zecken und anderen Parasiten

Kranke Igel stehen kurz vor dem Verhungern oder kämpfen mit Infektionen. Ihr unsicherer Gang und die apathische Haltung zeigen, dass sie kaum noch Energie zum Futtersuchen haben. Wenn Augen und Nase ständig geschlossen bleiben oder die Atmung unruhig ist, sollte man nicht zögern und fachkundige Hilfe holen.

—> Gesunder Igel (nachtaktiv)
– Birnenförmiger, kompakter Körper
– Dichtes, gepflegtes Stachelkleid ohne kahle Stellen
– Sicherer, zielgerichteter Gang
– Klare, glänzende Augen
– Futter- und Wasserration regelmäßig und ausgewogen
– Kaum bis keine sichtbaren Parasiten
– Deutliche Reflexe: schnelles Einkugeln bei Berührung
– Feuchte Nase

Ein gesunder Igel erkundet die Umgebung mit sicherem Schritt, hat wache Augen und rollt sich blitzschnell ein, wenn Gefahr droht. Das Stachelkleid ist unversehrt und gleichmäßig dicht, der Körper rund und vital.

Also, bitte: Einen scheinbar kranken Igel niemals alleinlassen. Am besten sofort eine lokale Igelstation oder einen Tierarzt kontaktieren. Jeder Moment zählt, besonders bei Jungtieren oder Tieren mit schweren Verletzungen.

Ein Erfahrungsbericht (Kommentar aus der Gruppe #FW4U):
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Warum wir Igel füttern? Weil sonst keiner mehr was für sie übrig hat! Unsere Stacheltruppe wohnt seit über 40 Jahren in unserem Garten – Jahr für Jahr bauen sie ihre Nester hier. Aber inzwischen finden sie kaum noch Futter: Gärten sind aufgeräumt bis zur Sterilität, Rasen wie Fußballplätze, kein Laub, keine Wiese, keine Insekten.

Wir füttern, weil sie sonst schlicht verhungern. Nicht aus Mitleid, sondern aus Verantwortung. Weil unsere Gärten keine Natur mehr sind, sondern gepflegte Wüsten. Und irgendjemand muss doch mal anfangen, die Folgen auszugleichen.

Klar, wir können nicht den ganzen Planeten retten. Aber unser Garten? Der ist noch ein Mini-Schutzgebiet. Eine Arche aus Rindenmulch und Futterdose. Wenn die Igel bei uns überleben können – trotz Klimawandel, Pestizidwahn und Laubbläser-Inferno – dann machen wir was richtig.

Also ja – wir stellen Futter raus. Damit sie den Winter überleben. Damit überhaupt noch was übrig bleibt von der Natur, die wir angeblich so sehr lieben. —> Ergo: Wir füttern nicht, weil’s süß ist. Wir füttern, weil’s Sinn ergibt. Weil jemand anfangen muss. Weil unsere Gärten längst keine wilden Naturparadiese mehr sind, sondern gepflegte Grünflächen mit Null Nahrung. Und wer da sagt: „Lass die Natur mal machen“ – hat verpennt, wie viel Natur wir ihr schon weggenommen haben.

#IgelHilfe, #SchütztUnsereIgel, #GartenFürIgel