SCHUFA RÜCKSCHLAG

Zu Zeiten, bei der Algorithmen uns unsere Interessen-Blasen vollends bedienen und quasi „vorschreiben“, welche Meinung wir vertreten, nun eine Erfolgsmeldung GEGEN Datensammelwut und Kategorisierung!

Ab sofort dürfen Banken und Mobilfunkanbieter Verträge nicht mehr nur wegen deines SCHUFA-Scores ablehnen. Der Algorithmus darf nicht mehr der alleinige Richter über dein Leben sein. Halleluja!

Worum geht’s?

Bisher war’s ganz einfach: SCHUFA-Score mies? Zack, Kredit oder Handyvertrag abgelehnt, ohne dass sich noch mal jemand die Mühe gemacht hat, zu gucken, wie viel Kohle du wirklich hast oder ob du nen festen Job hast. Ergo: dürfen Verträge nicht mehr ausschließlich auf Basis dieses Scores platzen.

Und was heißt das jetzt?

Na ja, die Banken und Co. müssen jetzt wenigstens mal kurz durchatmen und sich fragen: „Hat der Mensch vielleicht doch noch irgendwas, was für ihn spricht?“ Zum Beispiel ’nen festen Arbeitsvertrag, Eigentum oder ein dickes Sparkonto.

Allerdings: Der Score darf zwar weiterhin ein Kriterium sein, aber eben nicht das Einzige.

Und die SCHUFA?

Die SCHUFA, unser aller Lieblings-Schreckgespenst, spielt jetzt die beleidigte Leberwurst. „Alles unfair! Unser Algorithmus ist doch super!“ Ja, mag ja sein, aber trotzdem müssen sie jetzt mehr Transparenz liefern und dürfen nicht mehr so tun, als wär ihr Score das Evangelium.

Endlich mal ein Urteil, das zeigt: Wir sind keine Roboter, die nach Zahl X oder Y sortiert werden. Jetzt müssen Banken und Anbieter auch mal wieder selbst denken. Und ich freu mich schon drauf, wenn demnächst bei Vertragsabschluss jemand fragt: „Können Sie uns bitte noch mal Ihre Einkommensnachweise zeigen?“ Statt einfach nur: „Tja, Score zu schlecht, Pech gehabt!“

Jetzt nur noch den Kopf NICHT mehr von „sozialen Medien“ und allerlei Fake-News vollkleckern lassen <3

Quelle der heutigen Erkentnis: https://www.test.de/EuGH-Urteil-Vertrag-darf-nicht-nur-vom-Schufa-Score-abhaengen-6073255-0/